Sind die noch zu retten?

Müritzeum und Nationalparkamt laden zu Vorträgen über den Schutz seltener Wiesenvögel ein

Der Kiebitz war früher einer der häufigsten Vögel im Offenland, die Bestände sind stark zurück gegangen. Foto: Naturfotografie Roman Vitt Details anzeigen
Der Kiebitz war früher einer der häufigsten Vögel im Offenland, die Bestände sind stark zurück gegangen. Foto: Naturfotografie Roman Vitt
Der Kiebitz war früher einer der häufigsten Vögel im Offenland, die Bestände sind stark zurück gegangen. Foto: Naturfotografie Roman Vitt
Der Kiebitz war früher einer der häufigsten Vögel im Offenland, die Bestände sind stark zurück gegangen. Foto: Naturfotografie Roman Vitt
Nr.10/17  | 02.03.2017  | MNP  | Müritz Nationalpark

Am Mittwoch den 15. März um 18:30 Uhr laden Müritzeum und Nationalparkamt Müritz gemeinsam zu einem weiteren Abend in der Reihe „Mittwochs im Müritzeum“ ein. Der Eintritt zur Veranstaltung ist kostenfrei.

Der Abend beginnt mit der Frage „Sind die noch zu retten?“. Gemeint sind sogenannte „Wiesenbrüter“ – Vögel also, die ihren Nachwuchs großziehen im Grünland. Beantwortet wird die Frage von Frau Dr. Krista Dziewiaty. Sie ist Vorsitzende des Fördervereins des Biosphärenreservats Flusslandschaft Elbe und hat deutschlandweit mehrere Projekte zum Schutz gefährdeter Vögel wie Kiebitz, Bekassine oder Braunkehlchen umgesetzt. Und das ist dringend nötig. Um die Vögel der Agrarlandschaft steht es schlecht. In der Roten Liste der Brutvögel Deutschlands gelten drei Viertel der Offenlandarten als gefährdet, einschließlich der Vorwarnliste sind es sogar 87 Prozent. 

Welche Verantwortung beim Schutz von Arten der Agrarlandschaft ein Wald-Nationalpark wie der Müritz-Nationalpark übernehmen muss, wird im Anschluss Dr. Sven Rannow klären. Er ist Dezernent im Nationalparkamt Müritz und hat die Entwicklung der Natur besonders im Blick. „Für den Nationalpark steht der Erhalt der Biologischen Vielfalt im Fokus. In der Pflegezone des Nationalparks erhalten wir selbstverständlich auch Arten des Offenlandes“, erläutert der Experte. 

Die Vorträge schließen mit einer Diskussionsrunde ab. Alle Besucher sind herzlich eingeladen sich daran zu beteiligen.