Nationalparkamt Müritz saniert Radwanderweg zum Weltnaturerbe

Maßnahmen zur Verbesserung der touristischen Infrastruktur dauern an

Bitte absteigen! Fahrradfahrer sollten über die kurze Strecke entlang des Schweingartensees lieber schieben. Foto N. Künkler, Nationalparkamt Müritz Details anzeigen
Bitte absteigen! Fahrradfahrer sollten über die kurze Strecke entlang des Schweingartensees lieber schieben. Foto N. Künkler, Nationalparkamt Müritz
Bitte absteigen! Fahrradfahrer sollten über die kurze Strecke entlang des Schweingartensees lieber schieben. Foto N. Künkler, Nationalparkamt Müritz
Bitte absteigen! Fahrradfahrer sollten über die kurze Strecke entlang des Schweingartensees lieber schieben. Foto N. Künkler, Nationalparkamt Müritz
Nr.16/17  | 30.03.2017  | MNP  | Müritz Nationalpark

In den vergangenen Tagen sanierte das Nationalparkamt Müritz den Radwanderweg zwischen Bixbeerenbruch und Serrahn. Der Weg zum Weltnaturerbe „Alte Buchenwälder“ im Serrahner Teil des Müritz-Nationalparks wird so für Besucher noch attraktiver. 

Eine Sanierung wurde nötig, da Wasser bisher schlecht abfließen konnte. Es entstanden Frostschäden, Pfützen und bei Trockenheit sandige Löcher im Weg. Für Radfahrer war dann ein Vorwärtskommen mühselig. „Wir hoffen mit der Sanierung diese Probleme nun behoben zu haben“, sagt Revierleiter Ralf Pauli. 

Dabei kam schweres Gerät zum Einsatz. Traktorist Norbert Schwandt steuerte einen Traktor mit einem neuen Wegepflegegerät im Schlepptau mit viel Fingerspitzengefühl über den Weg. „Das Wegepflegegerät, auch Planierhobel genannt, macht uns solche Arbeiten viel leichter“, freut sich der fachlich für Technikeinsatz zuständige Revierleiter Johannes Herweg. „Zuerst wird der Weg von Laub und Erde bereinigt. Das Gerät am Traktor kann dann das Material profilieren und festwalzen. Früher mussten wir aufwendig und teuer Unternehmen für den Wegebau beauftragen. Sanierungen können wir nun selbst durchführen“, so Herweg weiter. 

Für den Wegebau greifen die Mitarbeiter des Nationalparkamtes auf langjährige Erfahrung zurück. „Das wichtigste ist, dass ein Weg mit wassergebundener Decke, so wie im Nationalpark üblich, ein Dachprofil hat, damit Wasser gut abfließen kann. Beim Material probieren wir noch aus, um die optimale Lösung zu finden“, erläutert Herweg. Im Moment wird feinkörniger Brechsand verwendet. Dieses Material ist naturverträglich, da keine versiegelte Fläche entsteht. Außerdem passt es in das Landschaftsbild eines Schutzgebietes, in dem die Natur Vorfahrt hat. 

Der Weg zum Welterbe ist nun fast fertig. Das neu aufgebrachte Material muss sich noch verdichten. Radfahrer werden gebeten abzusteigen und die kurze Strecke zu schieben. Entsprechende Hinweisschilder informieren darüber.