Junior Ranger befreien Insel im Müritz-Nationalpark vom Müll

Bäume auf der Burgwallinsel in der Feisneck trotz Betretungsverbots gefällt

Die Junior Ranger „Fischadler“ mit ihrer Beute nach der erfolgreichen Müllsammel-Aktion. Foto R. Gipp, Nationalparkamt Müritz Details anzeigen
Die Junior Ranger „Fischadler“ mit ihrer Beute nach der erfolgreichen Müllsammel-Aktion. Foto R. Gipp, Nationalparkamt Müritz
Die Junior Ranger „Fischadler“ mit ihrer Beute nach der erfolgreichen Müllsammel-Aktion. Foto R. Gipp, Nationalparkamt Müritz
Die Junior Ranger „Fischadler“ mit ihrer Beute nach der erfolgreichen Müllsammel-Aktion. Foto R. Gipp, Nationalparkamt Müritz
Nr.17/17  | 03.04.2017  | MNP  | Müritz Nationalpark

Die Junior Ranger der Schwarzenhöfer Gruppe „Fischadler“ nutzten das schöne Wetter am vergangenen Sonntag, um die Burgwallinsel in der Feisneck vom Müll zu befreien. Begleitet wurden die Nachwuchsnaturschützer von den Nationalpark-Rangern Uwe Lemke und Ronald Gipp. Für die Burgwallinsel gilt zum Schutz der Tiere und Pflanzen ein Betretungsverbot. Trotzdem füllten die Junior Ranger mit dem gesammelten Unrat drei Müllsäcke. 

„Besonders überrascht hat uns der Fund einer Gardinenstange und Spiegelglas. Da fragt man sich: Wie kommt das da hin?“, wundert sich Ranger Uwe Lemke. Hauptsächlich wurden Plastikmüll und Glasflaschen eingesammelt. Die Junior Ranger ärgert der rücksichtslose Umgang der Besucher mit der Natur. „Plastikschnüre oder Glasscherben können für Tiere zur tödlichen Gefahr werden“, wissen die Jugendlichen. 

Indes ist den Rangern etwas anderes aufgefallen. Für eine bessere Zugänglichkeit wurden Uferbereiche freigeschnitten. „Außerdem wurden einige Erlen illegal gefällt“, berichtet Ranger Uwe Lemke. „Angeln ist an der Feisneck in bestimmten Bereichen, von gekennzeichneten Ruderbooten aus und mit gültigem Fischereischein und Angelkarte durchaus erlaubt“, appelliert Lemke weiter an die Bevölkerung. Eine Nutzung der Insel sei also nicht notwendig. Die Feisneck hat seit jeher eine hohe Bedeutung für erholungssuchende Warener. Mit der Zonierung des Sees und seiner Ufer in nutzbare und geschützte Bereiche, wurde hier ein Kompromiss zwischen Nutzung und Naturschutz gefunden.