Müritz-Nationalpark ist einzigartiges Freilandlabor für Wissenschaftler

Forscher treffen sich zum 15. Mal zur Fachtagung – Interessierte sind herzlich eingeladen

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Kleiber, Foto: Naturfotografie Roman Vitt
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Nr.37/17  | 07.09.2017  | MNP  | Müritz Nationalpark

Am Freitag den 27. Oktober findet das 15. wissenschaftliche Kolloquium des Nationalparkamtes Müritz statt.

Mit durchschnittlich 77 Jahren sind die Wälder in Deutschland verhältnismäßig jung. Bäume die älter als 160 Jahre sind, finden sich laut der dritten Bundeswaldinventur nur in 3,2 % der Wälder. Es bleiben damit nur wenige Orte in Deutschland, an denen die natürliche Entwicklung und das Altern von Wäldern studiert werden kann. Der Müritz-Nationalpark, mit einer Gesamtfläche von 322 km² der größte Nationalpark Deutschlands auf der Landfläche, schützt mehr als 230 km² Wald. Damit ist er ein einzigartiges Freilandlabor für Forscher, um mehr über natürliche Waldentwicklung zu erfahren.

Langfristige Beobachtungsreihen liefern wertvolle Erkenntnisse über Veränderungen der Waldstruktur, Kronendachlücken oder das Leben und Vergehen von Bäumen. Das Monitoring von Singvögeln oder totholzbewohnenden Käfern erlaubt Rückschlüsse auf die Dynamik in Wäldern, wenn man sie der natürlichen Entwicklung überlässt.

Alle Interessierten Bürgerinnen und Bürger sind herzlich zu der kostenfreien Veranstaltung im Ägyptischen Saal des Schloss Hohenzieritz eingeladen. Die Veranstaltung beginnt um 09:30 Uhr. Um Anmeldung bis zum 15. September bei Herrn Wolf Nüske unter w.nueske@npa-mueritz.mvnet.de oder telefonisch unter 039824/ 252 72 wird gebeten.