Waldluft statt Radarstation

Soldaten des Systemzentrums 24 vom Fliegerhorst Trollen-hagen beim frewilligen Einsatz am Jugendwaldheim Steinmühle (Alena Maidel, Nationalparkamt Müritz) Details anzeigen
Soldaten des Systemzentrums 24 vom Fliegerhorst Trollen-hagen beim frewilligen Einsatz am Jugendwaldheim Steinmühle (Alena Maidel, Nationalparkamt Müritz)
Soldaten des Systemzentrums 24 vom Fliegerhorst Trollen-hagen beim frewilligen Einsatz am Jugendwaldheim Steinmühle (Alena Maidel, Nationalparkamt Müritz)
Soldaten des Systemzentrums 24 vom Fliegerhorst Trollen-hagen beim frewilligen Einsatz am Jugendwaldheim Steinmühle (Alena Maidel, Nationalparkamt Müritz)
Nr.28/18  | 10.09.2018  | MNP  | Müritz Nationalpark

In der Woche vom 3. bis zum 7. September 2018 arbeiteten neun Soldaten des Systemzentrums 24 vom Fliegerhorst Trollenhagen wieder freiwillig im Müritz-Nationalpark. In diesem Jahr halfen die Kameraden bei der Erneuerung des Zaunes rund um die Steinmühle und errichteten die Balustrade an der Zufahrtsstraße zum Jugendwaldheim neu. Außerdem bauten sie ein Holzxylophon auf dem Außengelände der Steinmühle auf. Das Besondere: die langjährige und für alle Seiten gewinnbringende Patenschaftsvereinbarung zwischen Nationalparkamt und Bundeswehr besteht seit nunmehr 25 Jahren und wird auch nächstes Jahr weiter fortgeführt.

 

Arbeitseinsatz und naturkundliche Führungen

„Es ist wie nach Hause kommen, so vertraut sind die Leute vom Jugendwaldheim und die Örtlichkeiten“, so Stabsfeldwebel Oliver Bahr, der seit 16 Jahren als Einsatzleiter tätig ist. Er kommt aus Neustrelitz und ist mit der Region und dem Nationalpark stark verbunden. Etwas für die Entwicklung mit beitragen zu können, ist ein großes Privileg für ihn, denn an vielen Stellen erkennt er die Arbeit der letzten 25 Jahre und ist stolz drauf, so wie seine Kameraden. „Man sieht am Ende des Tages, was man gemacht hat – dies ist ein befriedigendes Gefühl.“, so Mario Schwoy, der schon zum 5. Mal dabei ist. Denn es geht bei dieser schweren körperlichen Arbeitswoche nicht nur darum, aus dem Dienstalltag vor den Monitoren oder aus den Werkstätten rauszukommen, sondern auch zusammen in der Natur zu sein und den Kopf freizubekommen. Die Kameradschaft wird gestärkt und nebenbei tut man etwas Gutes für die Natur und die schon freundschaftlich verbundenen Mitarbeiter(innen) des Nationalparkamtes. „Dass die Bundeswehr uns bei diesen körperlich so schweren Arbeiten im Nationalpark hilft, ist ein großer Gewinn für uns und unverzichtbar“, so Ralf Pauli (Leiter des Reviers Serrahn im Nationalparkamt Müritz), der die Einsatzarbeiten betreut. Im Gegenzug zur praktischen Hilfe der Bundeswehr unterstützten die Mitarbeiter(innen) des Nationalparks die Weiterbildung der Soldaten durch zahlreiche naturkundliche Führungen in den letzten Jahren wie z. B. in das UNESCO-Welterbe Buchenwälder. „Durch die Fachführungen in den Nationalpark werden mir erst die Hintergründe für dieses Großschutzgebiet klar. Der Blickwinkel für große Wildnisgebiete und die Natur ändert sich dadurch,“ so Jan Zimmermann, der zum 3. Mal am Einsatz dabei ist und gerne auch in seiner Freizeit draußen ist.

 

Dank an die vielfältigen Arbeiten von Moorrenaturierung bis Brückenbau

Seit 1993 konnten viele gemeinsame Projekte realisiert werden. In den ersten zehn Jahren wurden vor allem Moore renaturiert. Später halfen die Soldaten bei der Ausschilderung des UNESCO-Weltnaturerbes „Alte Buchenwälder“, dem Neubau eines Holzsteges am Grünower See, der Reparatur einer baufälligen Holzbrücke am Jugendwaldheim und der Instandhaltung des kulturhistorisch wertvollen, ehemaligen Einsprungs und der Wildschleuse am Grünower Stern. Auch alte Apfelsorten pflanzten die Kameraden in die Streuobstwiesen um das Jugendwaldheim.

Üblich ist auch ein Kameradschaftsabend, der vom Team des Jugendwaldheims Steinmühle ausgerichtet wird. In diesem Jahr bedankte sich Frau D. Poganatz, stellvertretende Leiterin des Nationalparkamtes Müritz, im Namen aller Mitarbeiter(innen) für das jahrelange Engagement der Bundeswehr im Müritz-Nationalpark. „Dass diese gelungene Kooperation weitergeführt wird, ist von unserer Seite ein großer Wunsch, denn der Neubau von Infrastruktur kommt unseren Gästen im Nationalpark zu Gute.“ Mit vielen Fotos und alten Presseartikeln klang der gemütliche Abend gemeinsam aus.