Kranich
Artenschutz
Grundsätzlich soll sich die Tier- und Pflanzenwelt im Müritz-Nationalpark vom Menschen unbeeinflusst entwickeln können. Die spezielle Förderung oder das Auslöschen einzelner Arten ist im Nationalpark nicht vorgesehen. Das betrifft auch vormals künstlich angesiedelte oder eingewanderte Arten, wie z. B. Damwild, Marderhund oder Waschbär.
Der Erhalt der Artenvielfalt hat kein festgelegtes oder angestrebtes Artenspektrum zum Ziel. Das vorkommende Arteninventar ergibt sich vielmehr aus dem jeweiligen Stadium der natürlichen Entwicklung der verschiedenen Ökosysteme. Um dies zu gewährleisten, sind Störungen oder Beeinträchtigungen von Flora und Fauna zu vermeiden bzw. auszuschließen. Hierzu sind möglichst große zusammenhängende ungestörte Räume zu erhalten oder zu entwickeln.
Abweichend von diesem allgemeinen Schutzzweck sollen allerdings die Großvogelpopulationen (Seeadler, Fischadler, Kranich) gesichert und Pflanzenarten extensiv bewirtschafteter Weiden erhalten werden. Letzterem dient u. a. die Landschaftspflege in der Pflegezone und in den durch den Nationalparkplan festgelegten Kulturlandschaftsbereichen des Nationalparks.

