Grünower See beim Jugendwaldheim Steinmühle
Gewässerhaushalt
Neben ihrer Bedeutung für den Wasserhaushalt spielen stehende und fließende Gewässer im Müritz-Nationalpark als Ökosysteme eine besondere Rolle. Die vielen Gewässer prägen das Landschaftsbild im Nationalpark.
Die Gewässer sollen einer weitgehend natürlichen und unbeeinflussten Entwicklung unterliegen. Nähr- oder Schadstoffeinträge in das Grund- und Oberflächenwasser dürfen nicht erfolgen bzw. müssen vermindert werden. Diesem Ziel dienen beispielsweise die zahlreichen bereits durchgeführten Maßnahmen zur Wiedervernässung der Moore. Damit konnte die entwässerungsbedingte Torfzersetzung und damit einher gehende Nährstofffreisetzungen unterbunden bzw. vermindert werden.
Die Mehrzahl der Gewässer wird traditionell durch gewerbliche Fischerei genutzt. Außerdem sind sie ein beliebter Ort für Freizeit und Erholung. So wurden bei Nationalparkgründung z.B. etwa 91% der Gewässerfläche befischt. Dieser Anteil hat sich bis auf ca. 76% (Stand Januar 2010) reduziert. Auf der Mehrzahl der durch die Berufsfischerei genutzten Seen kann auch geangelt werden. Voraussetzung dafür ist der Besitz eines Fischereischeines sowie einer Angelberechtigung für das jeweilige Gewässer, die beim bewirtschaftenden Fischereiunternehmen bzw. in einigen Anglergeschäften erworben werden kann. Gemäß Nationalparkverordnung müssen die Gewässer für das Angeln, Baden und Boot fahren naturschutzrechtlich ausgewiesen werden. Die Ausweisungen erfolgen in Abstimmung mit den Gewässereigentümern und kommunalen Gebietskörperschaften, den zuständigen Wasserbehörden sowie den jeweiligen Nutzergruppen.


Im Nationalpark werden die Wasserpegel regelmäßig abgelesen
