Wald der Kategorie A
Waldbehandlung
72 % der Nationalpark-Fläche sind mit Wald bedeckt. Mit knapp 70% dominiert dabei die Gemeine Kiefer das derzeitige Waldbild, gefolgt von Buche (8%), Birke (6%) und Erle (5%).
Dort , wo Kiefern in Reih und Glied stehen, sind die Wälder von Menschenhand gepflanzt. Vielerorts ist inzwischen zu sehen, dass sich Laubbäume unter den Kiefern ausbreiten. Das ist ein Ergebnis von natürlicher Waldverjüngung und damit einer Gratisleistung der Natur. Waldbehandlung und Wildbestandregulierung sorgen dafür, dass die jungen Laubbäume eine Chance haben. So wird eine Entwicklung hin zu natürlichen Wäldern im Nationalpark befördert.
Dafür wurde der Wald 1998 abhängig von seinem Zustand in drei Kategorien eingeteilt. Zur Kategorie A gehören Laubwälder, ältere Nadelwälder und die Wälder, die sich auf den ehemaligen militärischen Übungsplätzen selbstständig entwickelt haben. Hier wird nicht mehr eingegriffen.
Zur Kategorie B zählten jene Wälder, die zwischen 1998 und 2008 noch behandelt wurden, wie z. B. Nadelwälder mittleren Alters. Diese Wälder gehören nun zur Kategorie A und sie werden auch nicht mehr gepflegt.
Der Kategorie C gehören in der Regel jüngere Nadelholzbestände an, die noch bis 2018 aufgelichtet werden. Dann soll die Waldbehandlung im Müritz-Nationalpark abgeschlossen sein.
Die Waldbehandlungsrichtlinie sieht keine künstlichen Verjüngungsmaßnahmen und keine Unterstützung der Naturverjüngung durch Bodenbearbeitung vor.
Bei der Waldbehandlung wird der Schwerpunkt auf großflächige und zusammenhängende Pflegemaßnahmen gelegt, um die Entwicklung künftig waldbehandlungsfreier Gebiete voranzutreiben.
Die Waldbehandlungen im Müritz-Nationalpark sind nicht nutzungsorientiert, sondern dienen der Verbesserung der Stabilität und Vitalität von naturfern strukturierten Nadelholzreinbeständen. Sie haben das Ziel, die natürliche Waldentwicklung hin zu natürlichen Laub- und Mischwaldgesellschaften zu fördern.


Wald der Kategorie C
