Zunderschwamm
Pilze
Nach einem Regenschauer im Sommer kann man den Pilzreichtum der Wälder des Nationalparks förmlich riechen. Ob auf dem Erdboden, auf umgestürzten Bäumen oder an stehendem Totholz - Pilze sind in einem natürlichen Wald überall zu finden. Zusammen mit einem Heer von Insekten spielen sie eine wichtige Rolle bei der Zersetzung abgestorbener Pflanzen und der Bodenneubildung. Dabei sind die Pilze wie wir sie sehen nur die Fruchtkörper des ansonsten im Verborgenen lebenden Pilzes. Der besteht aus einem feinen, weißlichen Fadengeflecht, dem Myzel, das sich durch den Boden oder durch das Holz zieht. Ihre Nährstoffe beziehen die meisten Pilze aus verwesender Laub- bzw. Nadelstreu und totem Holz. Zahlreiche Waldpilze gehen eine Lebensgemeinschaft mit Bäumen ein. Zu ihrem gegenseitigen Nutzen verbindet sich das Myzel mit den Wurzelspitzen.
Der Echte Zunderschwamm
Anders als in einem Wirtschaftswald werden im Nationalpark kranke und tote Bäume im Wald belassen. Der Echte Zunderschwamm, den man an solchen Bäumen finden kann, macht das Holz der Bäume weich und brüchig. „Weißfäule“ wird dies unter Förstern genannt. Jedes Jahr legt der Zunderschwamm eine neue Röhrenschicht an. So kann über Jahre und Jahrzehnte ein mächtiger, polsterförmiger Pilzkörper entstehen. Die vom Zunderschwamm mürbe gemachten Bäume werden von Spechten zur Anlage ihrer Nisthöhlen bevorzugt. Früher nutzte man den getrockneten Zunderschwamm wie den heutigen Kohlenanzünder zum Entfachen des Feuers. Heute wird er noch als Zeichenschwamm unter Künstlern geschätzt.
Der Buchen-Schleimrübling
Auch der Buchen-Schleimrübling ist auf altes Holz angewiesen. Von August bis November ist er bei ausreichend feuchtem Wetter oft an totem oder absterbendem Laubholz, meist an Buchen oder Eichen zu finden.


Buchen-Schleimrübling
