Priesterbäker See
Seen
Wasserwelten
Die Seen sind das Besondere im Müritz-Nationalpark! Das glitzernde Spiel der Wellen und die stimmungsvolle Ruhe am Wasser üben eine unvergleichliche Anziehung auf uns aus.
Jeder See hat seinen eigenen Charakter. Sie unterscheiden sich durch ihre Größe, Form und Lage, aber ebenso durch ihre Wasserversorgung und den Nährstoffgehalt. Quellseen sind oft nährstoffarm und kalkreich - das Wasser ist dann besonders klar. Von Grundwasser oder sogar von Flüssen durchströmte Seen können wesentlich nährstoffreicher sein. Viele Nährstoffe bedeuten gutes Algenwachstum - das Wasser ist trüb. Das Wasser von Moorseen und kleinen Waldseen ist oft braun gefärbt durch den hohen Gehalt von Huminstoffen. Auf diese verschiedenen Situationen sind jeweils andere Tiere und Pflanzen eingestellt. Insgesamt finden wir hier eine erstaunliche Artenvielfalt: Süßwasser bedeckt in Mitteleuropa nur 2% der Fläche, aber 25% aller mitteleuropäischen Tierarten leben darin.
Die Ufer sind sowohl unter als auch über Wasser die artenreichsten natürlichen Lebensräume unserer Landschaft. Sie bedürfen deshalb besonderen Schutzes.
Das Ostufer der Müritz ...
... ist eine extrem flach abfallende Sandebene, die vor mehr als 200 Jahren noch zur Seefläche gehörte. Ende des 18. Jahrhunderts wurde die Elde schiffbar gemacht und zu diesem Zweck viele Mühlenstaue abgebaut. Dabei sank der Seespiegel der Müritz um fast 2 m. Am flachen Ostufer blieben einige Restseen und weite Moore, sowie ausgedehnte Schilfflächen. Die Einsamkeit und Unzugänglichkeit sichern dem Kranich und der Rohrdommel Ruhe und Geborgenheit für das Brutgeschäft.
Die Havel ...
... entspringt einer seenreichen Hügellandschaft bei Ankershagen und mündet bei Havelberg in die Elbe. Ihr Quellgebiet und der durch eine ganze Kette von Seen führende Oberlauf liegen im Nationalpark. Quellen sind im Müritz-Nationalpark oft ganze Seen oder wie bei der Havel sumpfige Stellen, an denen das Grundwasser an die Oberfläche tritt.


Großer Specker See

Warnker See
