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Tiere

Adler

Der Müritz-Nationalpark ist Revier für zwei Adlerarten: Fisch- und Seeadler. Gelegenheit, sie zu beobachten, bietet sich vor allem von den Beobachtungseinrichtungen in Boek und Federow oder in der Nähe von Zinow. Während Seeadler das ganze Jahr in ihrem Revier bleiben, sind die Fischadler Zugvögel. Sie sind von März bis Oktober bei uns zu Gast. Auch bei der Wahl ihres Horstes, d. h. des Brutplatzes unterscheiden sie sich: Der Fischadler ist mangels geeigneter Bäume vorwiegend auf Hochspannungsmasten ausgewichen. Der Seeadler brütet versteckt in dichten Wäldern auf hohen alten Bäumen.

Während sich der Fischadler ausschließlich von lebenden Fischen ernährt, stehen beim Seeadler noch Wasservögel, Säugetiere und Aas mit auf dem Speiseplan.

Der Kranich

Kraniche haben ihre Nester in Erlenwäldern, Mooren und Röhrichten, wo sie im seichten Wasser vor Feinden wie Fuchs und Wildschwein geschützt sind. Anfang Oktober ist der Höhepunkt des Kranichzuges. Dann rasten hier im Müritz-Nationalpark tausende Kraniche aus den nördlichen Brutgebieten, um sich für ihre Weiterreise nach Frankreich, Spanien und Nordafrika auszuruhen und zu stärken. Tagsüber halten sich die Tiere in Scharen auf Feldern und Wiesen auf. Abends ziehen sie zu ihren Schlafplätzen an die Seen, wo sie im knietiefen Wasser stehend übernachten. Vor allem von dem Beobachtungsturm am Rederangsee bei Federow sind die Kraniche zu erleben. Ihr Trompeten ist ein Konzert der besonderen Art.

Große Rohrdommel

Die Seen sind in den meisten Fällen von dichten Röhrichten umgeben, die einen ganz eigenen Lebensraum für nur hier vorkommende Tierarten darstellen. Eine der wohl eindrucksvollsten ist die Große Rohrdommel, auch „Moorochse“ genannt. Die dumpfdröhnenden Rufe dieses Reihervogels sind vorwiegend in der Dämmerung zu hören.

Aufgrund seines bräunlich gefärbten Federkleides, das mit dem umgebenen Halmwald farblich völlig verschmilzt, ist der Vogel so gut wie unsichtbar.

Der Rothirsch

Der „König des Waldes“ ist das größte Säugetier Deutschlands. Rothirsche kommen vor allem im westlichen Teil des Nationalparks vor, wo sich auch die traditionellen Brunftplätze befinden. Einst wurden die Rothirsche für einflussreiche Herren und deren Jagdleidenschaft gehegt. Im September und Oktober lassen sich diese imposanten Tiere am Besten in der Dämmerung beobachten. In dieser Zeit ruft der Rothirsch sein Rudel zusammen und kämpft lautstark gegen seine Nebenbuhler.

Der Moorfrosch

Moore, aber auch Erlenbrüche und die Verlandungszonen von Gewässern sind der Lebensraum des Moorfrosches. Ende März, wenn die Laichgewässer gerade eisfrei geworden sind, beginnt die Laichzeit. Dann färben sich die Männchen des Moorfrosches himmelblau. Ihr hohes „Glucksen“ erschallt dann über den Laichplätzen.

Fischadler

Fischadler

Kraniche

Kraniche

Große Rohrdommel

Große Rohrdommel

Rothirsche

Rothirsche