Erlebnispfade

Im Müritz-Nationalpark gibt mehrere Natur-Erlebnispfade. Diese laden dazu ein, die abwechslungsreiche Natur auf eine besondere Art und Weise kennenzulernen und zu erleben.

Wolfspfad Zwenzow

Auf den Spuren des Wolfs

Alexander Borchard liest den Kindern eine Geschichte vor in der Märchenhütte auf dem Wolfspfad bei ZwenzowDetails anzeigen
Alexander Borchard liest den Kindern eine Geschichte vor in der Märchenhütte auf dem Wolfspfad bei Zwenzow

Alexander Borchard vom Familotel Borchards Rookus liest während der Eröffnung des Pfades den Kindern in der Märchenhütte ein Wolfsgeschichte vor. Groß und Klein, wie auch Minister Till Backhaus sind ganz leise und lauschen gespannt. (Foto. U. Meßner)

Alexander Borchard vom Familotel Borchards Rookus liest während der Eröffnung des Pfades den Kindern in der Märchenhütte ein Wolfsgeschichte vor. Groß und Klein, wie auch Minister Till Backhaus sind ganz leise und lauschen gespannt. (Foto. U. Meßner)

Auf zwei aufregenden Kilometern vermittelt der Erlebnisweg Kindern und Erwachsenen fundiertes Wolfswissen.

Die Lebensweise und die Geschichte des Wolfs werden durch liebevoll gestaltete Stationen von den Wolfsexpert*innen Lotta und Lars vermittelt und laden zum Mitmachen ein: Seit wann sind die Wölfe wieder hier? Wo leben und was fressen sie? Und: sind diese Tiere gefährlich für den Menschen?

All diese Fragen werden entlang des interaktiven Wanderweges beantwortet. Mithilfe von Köpfchen und Körpereinsatz können Verhaltensmuster von Wölfen erlernt und so besser verstanden werden. Wem das Stillsitzen schwer fällt, setzt die Sprache der Wölfe in aktives Spiel um und inspiziert die historische Wolfsfanggrube. In der Märchenhütte werden die Mythen um das sagenumwobene Tier aufgegriffen und Licht ins Dunkel gebracht.

Getreu dem Motto des Nationalparks „Natur Natur sein lassen“ vermittelt der Erlebnispfad fundiertes Wissen aus der Wolfsforschung für einen besonnenen Umgang mit dem faszinierenden Säugetier.

Kartenausschnitt Zwenzow mit Wolfspfad und Weg zum Windwurf, Copyright KARTISDetails anzeigen
Kartenausschnitt Zwenzow mit Wolfspfad und Weg zum Windwurf, Copyright KARTIS

Kartenausschnitt Zwenzow mit Wolfspfad und Weg zum Windwurf, © KARTIS

Kartenausschnitt Zwenzow mit Wolfspfad und Weg zum Windwurf, © KARTIS

Anfahrt

Parkplatz am Wolfsfang, an der Straße zwischen Zwenzow  und Wesenberg gelegen,
ca. 2 km südlich von Zwenzow

Windwurf von 2014 mit neu aufgewachsenen BäumenDetails anzeigen
Windwurf von 2014 mit neu aufgewachsenen Bäumen

Windwurf von 2014 mit 6-jährigem Jungaufwuchs (Foto. U. Meßner)

Windwurf von 2014 mit 6-jährigem Jungaufwuchs (Foto. U. Meßner)

Tourentipp

Am 11. Juni 2014 warf Sturm „Ela“ im Müritz-Nationalpark insgesamt 13 Hektar Kiefernwald und einige Buchen um. Einblicke in die Walddynamik gibt der 5 km lange Rundweg zum Windwurf, der den Wolfsweg tangiert. Beide Wege laden zu einer längeren Runde durch unterschiedlichste Waldbilder ein.

Wald-Erlebnis-Pfad Serrahn

Ein Mann liegt in einer Hängematte und schaut in die BaumwipfelDetails anzeigen
Ein Mann liegt in einer Hängematte und schaut in die Baumwipfel

Pause auf dem Wald-Erlebnis-Pfad mit einem Blick in die Baum-Kronen. (Foto: B. Lüthi-Herrmann)

Pause auf dem Wald-Erlebnis-Pfad mit einem Blick in die Baum-Kronen. (Foto: B. Lüthi-Herrmann)

Während die Wälder zu Beginn des Pfades einst gezielt zu bestimmten Nutzungszwecken angelegt wurden, führt der Pfad gegen Ende überraschend hinaus aus lichten Kiefernwäldern und mitten hinein unter mächtige alte Buchen. Dieser Teil des Waldes wurde schon seit vielen Jahrzehnten kaum mehr zur Holzgewinnung genutzt, denn er gehörte zum großherzoglichen Jagdgebiet. Das Ergebnis ist ein außergewöhnlich alter Buchenwald , dessen Kerngebiet 2011 zum UNESCO Welterbe ernannt wurde. Jede Menge abwechslungsreicher Stationen entlang des Weges regen zum Beobachten und zum Aktivwerden an. Zusätzlich bietet ein Faltblatt, das man sich am Eingang zum Wald-Erlebnis-Pfad mitnehmen kann, weitere Hintergrundinformationen zu den verschiedenen Waldtypen. Der Pfad verbindet die Ortschaften Zinow und Serrahn und kann in beide Richtungen gegangen werden. Empfehlenswert ist es jedoch die Wanderung am Parkplatz in Zinow zu starten und dann dem Pfad bis nach Serrahn zu folgen. Der Weg ist 4km lang und streift auch das UNESCO Welterbe-Gebiet. In Serrahn befindet sich die Ausstellung "Im Reich der Buchen", in der man zum Beispiel mehr über Lebewesen, die sich in diesen Wäldern heimisch fühlen, erfährt.

Anfahrt

  • Die Buslinie 619 bringt Sie zu der Welterbe-Haltestelle Zinow. Fahrplan unter http://mvvg-bus.de/
  • Mit dem Fahrrad folgen Sie von Neustrelitz aus den Hinweisschildern mit dem Symbol „Grüner Radfahrer“ und Sie erreichen nach circa 10 km die Ortschaft Zinow
  • Mit dem PKW über die B198 (Neustrelitz - Feldberg) bis nach 17237 Zinow - kostenlose Stellplätze vorhanden

Tourentipps

• komplette Wanderung (10,5 km):

„Wald-Erlebnis-Pfad“ Zinow-Serrahn, Schweingartensee, Parkplatz Dianenhof (6,5 km), zurück nach Zinow auf straßenbegleitendem Radweg (4 km) oder mit dem Linienbus 619

• kürzere Familientour (8 km):

„Wald-Erlebnis-Pfad“ Zinow-Serrahn (Ausstellungen), zurück auf Fahrweg

Spurenweg Kratzeburg

Unterwegs auf dem SpurenWeg mit BlindenhundDetails anzeigen
Unterwegs auf dem SpurenWeg mit Blindenhund

Der Spuren-Weg ist auch für Sehbehinderte in Begleitung spannend. (Foto: Martin Kaiser)

Der Spuren-Weg ist auch für Sehbehinderte in Begleitung spannend. (Foto: Martin Kaiser)

Im Spannungsfeld zwischen Kurzlebigkeit und Dauer bewegt sich der sogenannte „SpurenWeg“ zwischen Kratzeburg und Dambeck. Dieser folgt den Spuren, die der Mensch in der Natur, aber auch die Natur auf den Spuren der Menschen hinterlassen hat. So wachsen auf Betonfundamenten aus den 50er Jahre zunächst vorsichtig Moose und Flechten und ehemalige menschliche Siedlungen werden jetzt zum Zuhause von Greifvögeln und Rotfüchsen. Andererseits sind aber auch Schriftzüge auf Baumstämmen bleibende Zeugnisse menschlichen Einflusses, die bedingt durch die Art des Baumwachstums auch für kommende Generationen noch erhalten und gut lesbar sein werden. Diese kleinen Auffälligkeiten und Veränderungen in der Natur, die den meisten Spaziergängern sonst wahrscheinlich gar nicht mehr auffallen, werden an verschiedenen Stationen unter Anderem durch Zitate von Anwohnern erklärt und kommentiert. Der Weg ist barrierefrei.

Anfahrt

  • mit der Bahn (Strecke Berlin-Rostock) bis zum Bahnhof Kratzeburg, vom Bahnhof circa 400 m Fußweg Richtung Dalmsdorf/Dambeck
  • mit dem Fahrrad folgen Sie ab Neustrelitz-Tannenhof den Hinweisschildern mit dem Symbol "Gelber Radfahrer", und Sie erreichen nach ungefähr 13 km Kratzeburg
  • mit dem PKW über die B193 (Neustrelitz-Penzlin) bis zum Abzweig Kratzeburg, dann weiter durch Adamsdorf Richtung Kratzeburg, dort stehen kostenlose Parkplätze zur Verfügung