Wandern

Die Schönheit der Natur und deren Vielfalt erleben Sie besonders auf Spaziergängen und Wanderungen. Ob nun ausgedehnte Wanderungen durch weite helle Moore oder Sonntagsspaziergänge zu kleinen gemütlichen Waldseen. Die durch die Eiszeit geprägte Landschaft aus kleinen Hügeln und weiten Ebenen bietet entspannte Wanderrouten ohne längere Anstiege. Deshalb kann sie von fast jedem Besucher recht problemlos erkundet werden. Achtung: Damit sich die Natur im Müritz-Nationalpark selbst entwickeln kann, werden absterbende und tote Bäume nur bei akuter Gefahr beseitigt. Deshalb muss mit den Umstürzen von Bäumen oder dem Herabfallen von Baumteilen jederzeit gerechnet werden. Denken Sie daran, dass Sie den Nationalpark auf eigene Gefahr betreten.

Tipp: Der Müritz-Nationalpark-Wanderweg (blaues "M") ist der ideale Weg, um die schönsten Seiten des Nationalparks kennenzulernen. Dieser erschließt in neun Etappen alle Landschaftstypen und Schönheiten des Gebietes. Der Weg führt durch weite Landschaften, idyllische Städtchen und Dörfer. Vorbei an glitzernden Seen und durch urwüchsige Wälder finden sich am Wegesrand Binnendünen und die Havelquelle. Zahlreiche Plattformen bieten die Möglichkeit Tiere störungsfrei zu beobachten. Aber auch kulturhistorische Denkmäler wie Hügelgräber, kleine Dorfkirchen und einen Wolfsfang findet man auf dem Weg. In der Saison sollte man sich rechtzeitig um Übernachtungsmöglichkeiten bemühen. Weitere Informationen zum Müritz-Rundwanderweg finden Sie unter www.auf-nach-mv.de/wandern-mueritz-nationalpark.

Wald-Erlebnis-Pfad Serrahn

Ein Mann liegt in einer Hängematte und schaut in die BaumwipfelDetails anzeigen
Ein Mann liegt in einer Hängematte und schaut in die Baumwipfel

Pause auf dem Wald-Erlebnis-Pfad mit einem Blick in die Baum-Kronen. (Foto: B. Lüthi-Herrmann)

Pause auf dem Wald-Erlebnis-Pfad mit einem Blick in die Baum-Kronen. (Foto: B. Lüthi-Herrmann)

Während die Wälder zu Beginn des Pfades einst gezielt zu bestimmten Nutzungszwecken angelegt wurden, führt der Pfad gegen Ende überraschend hinaus aus lichten Kiefernwäldern und mitten hinein unter mächtige alte Buchen. Dieser Teil des Waldes wurde schon seit vielen Jahrzehnten kaum mehr zur Holzgewinnung genutzt, denn er gehörte zum großherzoglichen Jagdgebiet. Das Ergebnis ist ein außergewöhnlich alter Buchenwald , dessen Kerngebiet 2011 zum UNESCO Welterbe ernannt wurde. Jede Menge abwechslungsreicher Stationen entlang des Weges regen zum Beobachten und zum Aktivwerden an. Zusätzlich bietet ein Faltblatt, das man sich am Eingang zum Wald-Erlebnis-Pfad mitnehmen kann, weitere Hintergrundinformationen zu den verschiedenen Waldtypen. Der Pfad verbindet die Ortschaften Zinow und Serrahn und kann in beide Richtungen gegangen werden. Empfehlenswert ist es jedoch die Wanderung am Parkplatz in Zinow zu starten und dann dem Pfad bis nach Serrahn zu folgen. Der Weg ist 4km lang und streift auch das UNESCO Welterbe-Gebiet. In Serrahn befindet sich die Ausstellung "Im Reich der Buchen", in der man zum Beispiel mehr über Lebewesen, die sich in diesen Wäldern heimisch fühlen, erfährt.

Anfahrt:

  • Die Buslinie 619 bringt Sie zu der Welterbe-Haltestelle Zinow. Fahrplan unter http://mvvg-bus.de/
  • Mit dem Fahrrad folgen Sie von Neustrelitz aus den Hinweisschildern mit dem Symbol „Grüner Radfahrer“ und Sie erreichen nach circa 10 km die Ortschaft Zinow
  • Mit dem PKW über die B198 (Neustrelitz - Feldberg) bis nach 17237 Zinow - kostenlose Stellplätze vorhanden

Spurenweg Kratzeburg

Unterwegs auf dem SpurenWeg mit BlindenhundDetails anzeigen
Unterwegs auf dem SpurenWeg mit Blindenhund

Der Spuren-Weg ist auch für Sehbehinderte in Begleitung spannend. (Foto: Martin Kaiser)

Der Spuren-Weg ist auch für Sehbehinderte in Begleitung spannend. (Foto: Martin Kaiser)

Im Spannungsfeld zwischen Kurzlebigkeit und Dauer bewegt sich der sogenannte „SpurenWeg“ zwischen Kratzeburg und Dambeck. Dieser folgt den Spuren, die der Mensch in der Natur, aber auch die Natur auf den Spuren der Menschen hinterlassen hat. So wachsen auf Betonfundamenten aus den 50er Jahre zunächst vorsichtig Moose und Flechten und ehemalige menschliche Siedlungen werden jetzt zum Zuhause von Greifvögeln und Rotfüchsen. Andererseits sind aber auch Schriftzüge auf Baumstämmen bleibende Zeugnisse menschlichen Einflusses, die bedingt durch die Art des Baumwachstums auch für kommende Generationen noch erhalten und gut lesbar sein werden. Diese kleinen Auffälligkeiten und Veränderungen in der Natur, die den meisten Spaziergängern sonst wahrscheinlich gar nicht mehr auffallen, werden an verschiedenen Stationen unter Anderem durch Zitate von Anwohnern erklärt und kommentiert. Der Weg ist barrierefrei.

Anfahrt:

  • mit der Bahn (Strecke Berlin-Rostock) bis zum Bahnhof Kratzeburg, vom Bahnhof circa 400 m Fußweg Richtung Dalmsdorf/Dambeck
  • mit dem Fahrrad folgen Sie ab Neustrelitz-Tannenhof den Hinweisschildern mit dem Symbol "Gelber Radfahrer", und Sie erreichen nach ungefähr 13 km Kratzeburg
  • mit dem PKW über die B193 (Neustrelitz-Penzlin) bis zum Abzweig Kratzeburg, dann weiter durch Adamsdorf Richtung Kratzeburg, dort stehen kostenlose Parkplätze zur Verfügung