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Jahresthema „NaturBelebt“: Nationale Naturlandschaften M-V stellen Renaturierungsprojekte vor

Die 13 Nationalen Naturlandschaften in Mecklenburg-Vorpommern haben für 2026 das Jahresthema „NaturBelebt“ ausgerufen.

© Jürgen Hinz
Moorschutzprojekt Naturpark Feldberger Seenlandschaft zwischen Rödling und Thurow

„Die Naturparke, Biosphärenreservate und Nationalparke stehen nicht nur für belebende Naturerlebnisse, sondern auch für vielfältige Aktivitäten, die der Natur ihren ursprünglichen Raum zurückgegeben haben. Dafür braucht es Fachwissen, Ortskenntnis, Kontakte und Partnerschaften. Unsere Besucherinnen und Besucher, Einheimische und auf lokaler Ebene aktive Personen sollen die Erfolge, aber auch Herausforderungen bei der Wiederherstellung von Naturflächen miterleben und für kommende Schritte im Naturschutzmanagement sensibilisiert werden. Es ist uns außerdem wichtig, die Mitwirkung von ehrenamtlich Tätigen zu würdigen. Ohne den engagierten Einsatz freiwillig Helfender könnten wir viele Vorhaben nicht so ergebnisorientiert umsetzen“, erklärt Karina Rentsch, stellvertretende Direktorin des Landesamtes für Umwelt, Naturschutz und Geologie M-V, zu dem alle sieben Naturparke des Landes gehören.
 

Seit der Gründung der Schutzgebiete in den 1990er Jahren wurden zahlreiche Natur- und Klimaschutzprojekte durchgeführt. Die Bandbreite reicht vom Aussetzen der Waldbehandlung über den Rückbau von Gebäuden bis zur Wiederherstellung natürlicher Wasserhaushalte in Mooren, Seen und Fließgewässern. 

Insbesondere Moorrenaturierungen stellen wirkungsvolle Maßnahmen im Arten- und Klimaschutz dar. Mehr als die Hälfte der in M-V wiedervernässten Moorflächen liegt in den Nationalen Naturlandschaften. Auf einer Gesamtfläche von 21.000 Hektar wurden Moorschutzprojekte in den Schutzgebieten umgesetzt, um Treibhausgas-Emissionen zu reduzieren sowie den Biotop- und Artenschutz zu stärken. 
 

Großflächige Beispiele sind das Peenetal mit einer renaturierten Fläche von etwa 10.000 Hektar, der Osterwald auf dem Zingst, das Roggendorfer Moor im UNESCO-Biosphärenreservat Schaalsee sowie die Ostrügensche Boddenlandschaft. Im Nationalpark Müritz belaufen sich die renaturierten Moorflächen auf mehr als 2.400 Hektar. Darüber hinaus wurden an 32 Seen mit einer Fläche von über 1.400 Hektar Maßnahmen zur Wiederherstellung eines natürlichen Wasserhaushalts realisiert. Im Biosphärenreservat Schaalsee wurden in den vergangenen 25 Jahren etwa 1.500 Hektar Moorfläche renaturiert. Im Nationalpark Jasmund sind bereits 43 Moore revitalisiert worden. Ein Leuchtturmprojekt im Nationalpark Vorpommersche Boddenlandschaft ist die Renaturierung der Sundischen Wiese bei Zingst, das 2026 abgeschlossen wird. Im Naturpark Feldberger Seenlandschaft wurden rund 500 Staubauwerke zur Verbesserung der Wasserrückhaltung in Mooren und Kleingewässern errichtet. Mit Unterstützung freiwilliger Helferinnen und Helfer wurde u.a. im Naturpark Nossentiner/Schwinzer Heide die Revitalisierung des Rahmannsmoores vorangebracht; das Vorhaben wird 2026 fortgeführt. 
 

Über das Jahr hinweg finden in den Nationalen Naturlandschaften Führungen und Informationsveranstaltungen zum Jahresthema statt. Alle Informationen sind unter www.natur-mv.de zu finden.

In M-V wurden seit 1990 drei Nationalparke, drei Biosphärenreservate und sieben Naturparke als sogenannte Großschutzgebiete ausgewiesen. Sie erstrecken sich auf insgesamt 547.300 Hektar, das entspricht 17,74 Prozent der Landesfläche. Im letzten Jahr wurden nahezu 900.000 Besucherinnen und Besucher in Infozentren, bei Führungen oder Veranstaltungen der Nationalen Naturlandschaften betreut.

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Neutrassierung Havelbach 2004
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Havelbach 2026