Stellungnahme zur Lorenbahn bei Granzin: Sicherheit auf Dauer gewährleisten
Das Nationalparkamt Müritz nimmt Bezug auf die seit dem 5. Mai laufende Berichterstattung des Nordkurier zur Lorenbahn an der Umtragestelle bei Granzin und möchte den Sachverhalt richtigstellen und einordnen.
Hintergrund der aktuellen Situation ist die fachliche Einschätzung des Munitionsbergungsdienstes, wonach das Gelände, auf dem sich die Lorenbahn befindet, mit einem Verdacht auf Munitionsbelastung eingestuft ist. Dieser Verdacht erfordert eine grundsätzliche Klärung, um die Sicherheit aller Besucherinnen und Besucher dauerhaft gewährleisten zu können.
Eine Untersuchung erfolgt üblicherweise in zwei Schritten: Zunächst wird die Fläche durch den Munitionsbergungsdienst sondiert, um festzustellen, ob sich gefährdendes Material im Untergrund befindet. Sollte das der Fall sein, entscheidet der Munitionsbergungsdienst in einem zweiten Schritt über den Umfang einer Beräumung. Ergibt die Sondierung keinen Befund, wird die Fläche freigegeben. Im Zuge dieser Sondierung muss die Lorenbahn aus technischen Gründen wahrscheinlich zeitweilig abgebaut werden. Derzeit ist das Nationalparkamt noch in der Klärung alternativer Untersuchungsmöglichkeiten.
Um den Tourismus so wenig wie möglich zu beeinträchtigen, ist eine Umsetzung der notwendigen Untersuchung frühestens nach der laufenden Saison geplant. Das Nationalparkamt arbeitet dabei eng mit dem Grundeigentümer und den betroffenen Akteuren zusammen, um eine möglichst praktikable Lösung zu entwickeln.
Das Nationalparkamt Müritz ist sich der touristischen und kulturellen Bedeutung der Lorenbahn bewusst. Die Anlage ist seit Jahren ein geschätztes Highlight für Wasserwandernde in der Region.
„Unser Ziel ist es ausdrücklich, die Lorenbahn nach Abschluss der Untersuchungen wieder aufzubauen oder eine gleichwertige Lösung zu schaffen. Die bewährte Zusammenarbeit mit der Gemeinde und der AG Wasserwandern soll dabei wie bisher fortgeführt werden“, betont Amtsleiter Ulf Zimmermann.