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Säugetierkundliche Freilandforschung zur Populationsbiologie des Waschbären in einem naturnahen Tieflandbuchenwald

ein Waschbär rennt im Galopp durch den Wald © Roman-Vitt-Naturfotografie

Der Waschbär (Procyon lotor L.) ist etwa seit Mitte der 1970er Jahre in unserer Region zu Hause. Seit den Jahren um die politische Wende existiert im Gebiet des Müritz-Nationalparks eine stabile Population. Damit tauchte die Frage auf, ob Waschbären zur heimischen Fauna zu rechnen sind und ob sie Einfluss auf andere Mitglieder der hiesigen Lebensgemeinschaften ausüben.
 

Dazu wurde die Zusammensetzung des tatsächlichen Nahrungsspektrums und damit sein möglicher Einfluss auf andere Tierarten, insbesondere auf die heimischen Vogelarten, untersucht. Zusätzlich wurden veterinärmedizinische Fragen zur Übertragung bedeutsamer Krankheiten betrachtet. Insgesamt sind im Rahmen des seit 2006 laufenden Forschungsprojekts mit zahlreichen Abschlussarbeiten und mehreren Dissertationen erstmals umfangreiche Erkenntnisse über die Art Waschbär im ostdeutschen Verbreitungsgebiet zusammengetragen worden.