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Der Waldkauz

© Andreas Trepte - Wikimedia CC BY-SA 2.5
Waldkauz sitzt in einer Baumhöhle © adobe.stock.com
Am liebsten brütet der Waldkauz in Baumhöhlen, aber er nimmt auch künstliche Nisthöhlen an.
Am liebsten brütet der Waldkauz in Baumhöhlen, aber er nimmt auch künstliche Nisthöhlen an.
fliegender Waldkauz © Martin Mecnarowski - Wikimedia
Waldkäuze fliegen dank ihres besonderen Federkleides wie alle Eulen lautlos.
Waldkäuze fliegen dank ihres besonderen Federkleides wie alle Eulen lautlos.
Im Müritz-Nationalpark leben etwa zwischen 75 und 95 Waldkauz-Paare.
Im Müritz-Nationalpark leben etwa zwischen 75 und 95 Waldkauz-Paare.

Imposante Erscheinung

Der Waldkauz ist eine mittelgroße Eulenart. Seine Flügelspannweite beträgt circa einen Meter. Wie bei allen anderen Eulen ist das Weibchen schwerer als das Männchen. Die Gefiederfarbe reicht von rotbraun über braun bis grau. Allen Farbvarianten gemeinsam sind die Längsstreifen im Gefieder und die unverwechselbaren großen, fast schwarzen Augen.

Sehr häufig

Der Waldkauz ist wohl die am häufigsten auftretende Eulenart in Deutschland. Man findet ihn überall. Im Müritz-Nationalpark leben etwa zwischen 75 und 95 Brutpaare (Stand: 2014) überwiegend im Serrahner Teil. Aber auch im Müritzteil findet er Brutmöglichkeiten.

Nicht ohne Nistplatz

Der Waldkauz kommt sowohl im Umfeld menschlicher Siedlungen als auch in geschlossenen Wäldern vor. Voraussetzung sind geeignete Brutmöglichkeiten. Diese können von alten Baumhöhlen bis zu künstlichen Nisthöhlen reichen. Im Nationalpark brütet er hauptsächlich in alten Bäumen.

Großes Buffet

Waldkäuze fressen Mäuse, Wühlmäuse oder andere Kleinsäuger. Teilweise ernähren sie sich auch von Insekten, Regenwürmern oder Amphibien. Manchmal fangen sie sich auch ein Eichhörnchen oder ein Kaninchen. Wenn im Winter viel Schnee liegt, unter dem sich die Mäuse verstecken, geht er auch auf die Jagd nach Vögeln.

Lebenslange Liebe

Waldkäuze verpaaren sich auf Lebenszeit und sind grundsätzlich monogam. Sie sind standorttreu und verteidigen ihr Revier. Die Wahl der Nisthöhle ist Frauensache. Während der Brutzeit jagt nur das Männchen.

Starke Verteidiger

Die Jungvögel verlassen nach ca. 35 Tagen das Nest und werden dann als Ästlinge etwa zwei Monate weiter versorgt. Die Altvögel verteidigen ihre Jungen rigoros und attackieren auch Menschen, wenn sie diesen zu nah kommen.

Einprägsamer Ruf

Fast jeder wird ihn schon einmal gehört haben, den Ruf des Waldkauzes. Er verfügt über ein großes Lautrepertoire. Der typische Ruf des männlichen Waldkauzes ist das langgezogene „Huh-Huhuhu-Huuh“. Das weibliche „Kuwitt“ klingt wie „komm mit“, was dem Waldkauz in früheren Zeiten den Ruf als Totenvogel einbrachte. (Ein Waldkauz-Paar ruft im Duett)