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Landschaften

Seenreiche Landschaften sind erdgeschichtlich sehr jung. Die Mecklenburgische Seenplatte entstand nach dem Ende der letzten Eiszeit vor ca. 12.000 Jahren.


Die Gletscher hatten wie riesige Planierraupen an ihrer Vorderkante Schutt, Gestein, Sand und Lehm zu Endmoränen zusammengeschoben. Diese Eisränder sind heute ein abwechslungsreiches Hügelland. Das abschmelzende Eis bildete Bäche und Flüsse, schließlich große Ströme. Das Wasser schwemmte Sand aus den Endmoränen und lagerte ihn davor als Sander ab.

© U. Meßner
Ostufer der Müritz

Ostufer der Müritz


Das Ostufer der Müritz ist ein extrem flach auslaufender Sander der letzten großen Vereisung. Die darin eingebetteten Seen sind Spuren alter Wasserläufe oder stammen von überschwemmten Eisresten (Toteis). Heute prägen das Ostufer der Müritz weite Röhrichte, Moore und Sumpfwälder mit jahreszeitlich stark schwankendem Wasserspiegel.
 

Tipp:
 

Erlebbar ist diese Landschaft am besten mit dem Fahrrad auf dem Rundweg (Blauer Radfahrer) zwischen Boek und Schwarzenhof. Auf dem Weg liegt der Käflingsbergturm, von dem der Blick über den gesamten Müritz-Teil des Nationalparks möglich ist.

© U. Meßner
Mühlensee Ankershagen

Das Havel-Quellgebiet


Die Endmoräne, die am Nordrand des Nationalparks einen Höhenzug bildet, ist die Wasserscheide zwischen Nord- und Ostsee. Hier beginnt der Lauf von Flüssen und Bächen. Quellen sind im Müritz-Nationalpark oft ganze Seen oder sumpfige Stellen, an denen das Grundwasser an die Oberfläche tritt. So einem Quellmoor entspringt die Havel bei Ankershagen und durchfließt anschließend viele Seen und Moore, die sie weiter mit Wasser speisen. Sie mündet bei Havelberg in die Elbe.


Tipp:


Erlebbar ist diese sehr abwechslungsreiche Landschaft auf Wanderungen zwischen Ankershagen und Kratzeburg oder mit dem Kanu vom Käbelicksee flussabwärts.

© U. Meßner
Welterbe Buchenwälder

Das UNESCO-Welterbe um Serrahn


So mögen die Urwälder dieser Gegend ausgesehen haben, und so werden wahrscheinlich die Wälder des Müritz-Nationalparks in einigen hundert Jahren aussehen. Die Jagdleidenschaft der Mecklenburg-Strelitzer Großherzöge ließ die Wälder um Serrahn lange Zeit nahezu unangetastet. Die dadurch wertvollen alten Wälder wurden später Naturschutzgebiet und ab 1990 Nationalpark. Heute sind alte und ursprüngliche Buchenwälder in Europa so selten geworden, dass sie 2011 zum UNESCO-Welterbe ernannt wurden.
 

Tipp:
 

Erlebbar ist diese Waldlandschaft auf einer Wanderung von Zinow nach Serrahn auf dem Wald-Erlebnis-Pfad. In Serrahn erzählt eine Ausstellung über die Geschichte der Landschaft und den Wert der alten Buchenwälder.