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Der Zwergschnäpper

Zwergschnäpper auf seinem Nest in einem Baumspalt stehend © naturfotografie-roman-vitt.de
Männlicher Zwergschnäpper © W. Busel - adobe.stock.com
Der männliche Zwergschnäpper erinnert auf den ersten Blick an ein Rotkehlchen.
Der männliche Zwergschnäpper erinnert auf den ersten Blick an ein Rotkehlchen.
Zwergschnäpper sitzt auf einem Pilz © V. Kucherenko - adobe.stock.com
Zwergschnäpper sind nicht viel größer als ein Zaunkönig.
Zwergschnäpper sind nicht viel größer als ein Zaunkönig.
Die dichtesten Vorkommen finden sich in Ostdeutschland
Die dichtesten Vorkommen finden sich in Ostdeutschland

Ein Rotkehlchen, das keines ist

Das Männchen erinnert auf den ersten Blick an ein Rotkehlchen. Allerdings ist beim Zwergschnäpper tatsächlich nur die Kehle rot gefärbt. Das Weibchen des Zwergschnäppers ist weniger auffällig, sein Gefieder ist graubraun. Typisch für beide Geschlechter sind die weißen Außenschwanzfedern. Zwergschnäpper sind nur ein wenig größer als ein Zaunkönig.

Hoch hinaus

Zwergschnäpper fühlen sich in alten Laub- und Mischwäldern am wohlsten, da sie hier optimale Lebensbedingungen vorfinden. Man bekommt sie aber selten zu Gesicht, da sie weit oben in den Kronen der Bäume leben.

Zug nach Asien

Im Gegensatz zu den meisten anderen Zugvögeln überwintern die Zwergschnäpper in Asien, hauptsächlich auf dem indischen Subkontinent. Im April kommen sie zurück in ihre Brutgebiete und ziehen im August schon wieder ins Winterquartier.

Eher ostdeutsch

Die dichtesten Vorkommen des Zwergschnäppers finden sich im Osten Deutschlands nahe der polnischen Grenze. Im Müritz-Nationalpark ist er in den Buchenwäldern im östlichen Teilgebiet Serrahn zu beobachten.

Überwiegend Fleischfresser

Zwergschnäpper ernähren sich hauptsächlich von Insekten, Schnecken oder Spinnen. Er ist ein geschickter Jäger. Im Herbst fressen sie auch gern frische Beeren.

Während der Balz Frühaufsteher

Eigentlich sind Zwergschnäpper tagaktiv. Aber in der Balzzeit fängt das Männchen bereits vor Sonnenaufgang an zu singen. Sein Gesang ist sehr variabel. Er endet meist mit einem Triller oder einer Folge abfallend klarer Töne „tjü tjü tu to ta“.

Arbeitsteilung

Der Zwergschnäpper ist ein Höhlen- bzw. Halbhöhlenbrüter. Hierfür nutzt er unter anderem Astlöcher, Rindenvorsprünge oder alte Nester von anderen Vögeln. Das Männchen schafft das Baumaterial heran, das Weibchen baut das Nest.

Fürsorglicher Mann und Vater

Während der Brut versorgt das Männchen das Weibchen stündlich mit Futter. Nach dem Schlüpfen füttert er Weibchen und Jungtiere noch für einige Tage, bis auch das Weibchen auf Futtersuche geht.